Maria, Michael und der Frühling

Mein nächstes Ziel ist die Frauenkirche, deren Türme weithin sichtbar sind. Kein Neubau in der Stadt darf höher sein als diese Türme, die zu den Wahrzeichen Münchens gehören.

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In der Kirche angekommen, beeindrucken mich die unglaubliche Höhe und Helligkeit der gotischen Halle. Der Bau in seiner jetzigen Gestalt geht auf das 15. Jahrhundert zurück.

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Über den hohen schlanken Pfeilern scheint das Gewölbe fast zu schweben. Inmitten von Blumen steht die mittelalterliche Figur des auferstandenen Christus an einem Pfeiler über dem Aufgang zum Chor. Sie berührt mich in ihrer Verletzlichkeit.

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Das feine Sterngewölbe, welches sich über alle drei Kirchenschiffe spannt, wird nur von winzig kleinen Konsolen getragen.

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Immer wieder entdecke ich neue Details, die mich staunen lassen.

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Die farbenprächtigen Glasfenster der Frauenkirche sind aus verschiedenen Teilen kombiniert und stammen aus unterschiedlichen Zeiten. Und doch harmonieren sie miteinander, als würden sie schon immer zusammengehören.

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Hinter dem Altar finde ich am Eingang zur Chorhauptkapelle einen kunstvoll geschmiedeten Rosenstrauch, der im Licht der Kerzen golden schimmert.

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Ich schaue den Kerzen noch ein wenig zu und sehe, wie sich ihre Flammen im leichten Luftzug bewegen. Nachdem ich selbst eine Kerze angezündet habe, begebe ich mich wieder auf den Weg.

Draußen auf der Straße angekommen, fällt mir ein riesiges Baugerüst ins Auge und ich werde neugierig. Was sich wohl dahinter verbergen mag? Die Antwort finde ich auf einem kleinen Schild. Es handelt sich um die Jesuitenkirche St. Michael aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, deren Fassade gerade saniert wird.

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Ich gehe hinein und vor mir öffnet sich ein weiter, lichtdurchfluteter Raum, bekrönt von einem riesigen freitragenden Tonnengewölbe.

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Die Decke ist raffiniert gestaltet mit Stuck und Illusionsmalereien. Ich bleibe noch eine Weile in der Kirche sitzen und genieße die Stille, bevor ich weitergehe.

Auf dem Weg zum Karlsplatz begegnen mir einige Kuriositäten.

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Auf dem Giebel eines Hauses entdecke ich ein Segelschiff. Und ein paar Schritte weiter hat es das "Brunnenbuberl" auch nicht gerade leicht. Während der Kleine den Wasserhahn zuhält, um die Passanten zu bespritzen, bekommt er von dem Faun über ihm selbst Wasser hinter die Ohren gespuckt. Dumm gelaufen ...

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Über den Stachus laufe ich nun am imposanten Gebäude des Justizpalastes vorbei.

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Es zieht mich in den alten Botanischen Garten. Auf den ersten Blick wirkt er wie eine ganz normale, etwas verwilderte Parkanlage mit Blick zum Neptunbrunnen und zum Justizpalast. Doch bei genauerem Hinschauen bemerke ich die zahlreichen Farbtupfer am Boden.

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Es ist nicht zu übersehen, dass der Frühling Einzug gehalten hat. Auch, wenn es inzwischen angefangen hat zu nieseln und mir ein kalter Wind um die Nase weht.

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Ich begebe mich nun auf den Heimweg. Eine Ampel zeigt grün, die nächste rot - also lande ich mitten auf der Straße auf einer kleinen Verkehrsinsel. Und bekomme noch einen schönen Ausblick auf die Frauenkirche geschenkt.

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Mit einem Blick aus meinem Hotelzimmer endet dieser Tag - auch der Regen hat seine bunten Seiten.