Kap Arkona - das deutsche Nordkap

Wunderschönes, klares Wetter, etwas Wind und frühlingshafte Temperaturen. So präsentiert sich der Tag - wie geschaffen für einen Besuch auf Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt der Insel.

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Die beiden Leuchttürme in der Ferne weisen mir den Weg zum Nordkap. Unterwegs begegnen mir immer wieder kleine, bunte Wunder der Natur.

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Ein Sanddornstrauch am Wegesrand ...

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... feuerrote Beeren, gläsern und zerbrechlich nach dem winterlichen Frost ...

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... die ersten Schneeglöckchen in der Sonne ...

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... ein Krokus, der frech zwischen den vertrocknetet Grashalmen des vergangenen Jahres hervorschaut und eine silbern schimmernde Distel.

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Inzwischen bin ich den Leuchttürmen schon etwas näher gekommen. Wie Orgelpfeifen stehen sie zusammen mit dem Leuchtturmwärterhaus oben auf der 46 m hohen Steilküste.

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Der runde Turm auf der anderen Seite des Weges diente während des zweiten Weltkrieges als Peilturm. Ganz in seiner Nähe befinden sich die Reste der Jaromarsburg, einer slawischen Tempelfestung. Große Teile der Anlage sind durch Felsabbrüche bereits ins Meer gestürzt - so auch in diesem Jahr.

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Ich schaue mir die beiden Leuchttürme genauer an. Der kleinere Viereckige wurde 1826 vom berühmten Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel gebaut. Er war 75 Jahre lang in Betrieb, sein Leuchtfeuer 15 Kilometer weit zu sehen. 1902 nahm der 35 m hohe runde Turm daneben seinen Dienst auf - seine Blitze sind noch in 40 Kilometern Entfernung zu erkennen.

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Der Schinkelturm dient inzwischen als Aussichtspunkt, über wunderschöne gusseiserne Treppen gelange ich zur Aussichtsplattform.

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Von oben habe ich einen herrlichen Rundblick über die Küstenlandschaft mit ihren sanften Hügeln. Unter mir die Eingänge zur weitläufigen Bunkeranlage der Marine, deren Stützpunkt sich bis in die neunziger Jahre hier befand.

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Später auf dem Rückweg begleitet mich ein Schwarm Seidenschwänze. Die hübschen Vögel, die eigentlich in Nordeuropa, Sibirien und Kanada zu Hause sind, lassen sich schließlich in einem Baum nieder. Ich schleiche mich vorsichtig an die scheuen Tiere heran, um sie aus der Nähe zu betrachten.

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Wieder in Göhren angekommen, bietet sich mir zum Ausklang des Abends noch ein letztes Schauspiel der Natur ...

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... ein Sonnenuntergang, den die Einheimischen als "schwedisches Licht" bezeichnen und der schon viele Maler inspiriert hat.