Hansestadt Stralsund

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Im Stralsunder Stadthafen wartet zunächst das Segelschiff „Gorch Fock“ auf mich. Ein Interessenverein kümmert sich um die Rekonstruktion der stolzen Dreimastbark, sie soll wieder zur See fahren können.

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Und es ist nicht das einzige Segelschiff hier. An der roten Ziegelwand eines alten Speicherhauses begegnet mir dieses prachtvolle Exemplar.

Ich verlasse nun den Hafen in Richtung Stadtzentrum.

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Hoch über den Dächern erhebt sich der Turm der Jakobikirche.

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Entlang der Straßen wunderschöne alte Häuser, in der Ferne die Türme der Stadtkirche St. Nikolai - der ältesten Kirche Stralsunds. Ihr Bau entstand zwischen 1270 und 1350.

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Auf dem Alten Markt angekommen fällt mein Blick auf die Nikolaikirche und das Rathaus mit der beeindruckenden Schaufassade aus dem Jahre 1370. Es ist eines der schönsten Rathäuser Norddeutschlands und diente in früheren Zeiten zugleich als Kaufhaus.

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Vom Innenhof des Rathauses aus erblicke ich in einem kleinen Seitengang das prachtvolle Eingangsportal der Kirche St. Nikolai. Dort zieht es mich hin. Ich öffne die Tür und mich empfängt ein hoheitsvoller, lichtdurchfluteter Kirchenraum im Stil der französischen Kathedralgotik.

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Seit 1980 wird der Innenraum der Kirche restauriert mit dem Ziel, die ursprüngliche Farbigkeit aus dem Jahr 1350 wieder herzustellen.

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Beeindruckend sind der Altarraum und das hoch über mir schwebende Gewölbe.

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Im Seitenschiff entdecke ich ein verfallenes Grabmal. Ursprünglich war die Ratskirche mit 56 Altären ausgestattet, die während der Reformation größtenteils entfernt wurden. Danach nutzten vornehme Bürgerfamilien die Altarkapellen als Grabstätten.

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Hinter dem Altar befindet sich eine echte Rarität: eine astronomische Uhr mit Umläufen der Sonne, des Mondes und des Sternenhimmels - das älteste im Original erhaltene Exemplar dieser Art. Von Nikolaus Lilienfeld erbaut, wurde sie im Jahre 1394 in Gang gesetzt. Seit dem 16. Jahrhundert steht sie allerdings still. Als ich nach einiger Zeit hinter dem Altar wieder hervorkomme, schaue ich an der barocken Kanzel vorbei noch einmal ins Hauptschiff.

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Ein letzter Blick zur filigranen Fassade des Rathauses und ich gehe wieder in Richtung Hafen.

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Nachdem ich mich von den kunstvollen Metallfiguren am Hafen verabschiedet habe, geht es über die neu eröffnete Rügenbrücke zurück auf die Insel.

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Zwischen den beiden hohen Pylonen hindurch fahre ich mitten in den Sonnenuntergang hinein, um die Brücke gleich darauf ein zweites Mal zu überqueren. Eine verpasste Ausfahrt sorgte dafür, dass ich den Strelasund zweimal passieren musste und der Brücke auf diese Art näher gekommen bin, als ich dachte. Ein Geschenk, das ich gern angenommen habe.