Nacht und Tag

Es ist Anfang Februar, ein schöner, klarer Wintertag. In Göhren auf der Insel Rügen angekommen – es ist bereits dunkel – zieht es mich zuerst an den Südstrand. Vor mir liegt die Ostsee, deren Wasser in der nächtlichen Stimmung fast schwarz erscheint. Die Wellen brechen sich in weißen Kämmen am Ufer. Über mir ein wolkenloser Nachthimmel, der von tausend und abertausend Sternen übersät ist, in der Mitte in voller Größe das Sternbild Orion. Ein atemberaubender Anblick, den leider kein Foto der Welt wiedergeben kann. So stehe ich lange staunend im Dunkel vor diesem Wunder der Natur und nehme wie selbstverständlich die Mütze ab.

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Auf dem Rückweg fallen mir immer wieder wunderschöne alte und knorrige Bäume ins Auge, angestrahlt vom Licht der Straßenlaternen. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Charakter.

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Geradezu lässig lehnt sich ein Baum an einen alten Bretterzaun – elegant die Beine, Verzeihung, die Äste übereinandergeschlagen, während sich die Krone des anderen im Wind bewegt.

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Tags darauf sehe ich den Strand im Tageslicht.

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Die Sonne scheint durch einen zarten Schleier aus Wolken und taucht das Meer in ein sanftes Licht.

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Steine, umspült von Wasser und Licht ...

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... Wellen am Strand ...

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... Spuren im Sand ...

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... und bunte Steine im Meeresschaum.

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Es ist ruhig, ein leichter Wind weht und drei kleine Fischer haben am Strand eine Pause eingelegt. Sie werden mir wieder begegnen, als ich am nächsten Tag der altehrwürdigen Hansestadt Stralsund einen kurzen Besuch abstatte.