Mit dem Eisbrecher zu den Kreidefelsen

Eigentlich wollte ich in diesen Tagen wieder einen kleinen Rundflug über die Insel machen, doch die Tageszeitung auf dem Küchentisch meiner Vermieterin bringt mich auf eine andere Idee. Auf der Titelseite fällt mir das Foto eines Schiffes ins Auge. Es ist ein historischer Dampf-Eisbrecher. Das lasse ich mir nicht entgehen!

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Die "Stettin" ist zu Gast beim Hafenfest in Sassnitz. Es ist nicht schwer, das Schiff zu finden - wie auch, wo allein schon die Dampfpfeife einen Klang hat, der an die "Titanic" erinnert.

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1933 wurde das Schiff von den Stettiner Oderwerken gebaut und nahm seinen Dienst auf. Als bis dahin größter Eisbrecher unter deutscher Flagge fuhr es Einsätze auf der Oder und im Stettiner Haff.

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Zum Ende des Krieges folgte die Flucht in Richtung Westen, das Schiff kam nach Hamburg und war bis 1981 weiterhin im Einsatz. Heute ist es technisches Kulturdenkmal und der Förderverein Eisbrecher "Stettin" kümmert sich um Instandhaltung und Betrieb.

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Inzwischen bin ich an Bord gegangen. Von der Brücke aus habe ich gleich einen hervorragenden Überblick.

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Unten rühren die Mitglieder der Crew fleißig die Werbetrommel für die bevorstehende Fahrt zu den Rügener Kreidefelsen.

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Die Hamburger Jungs und Mädels haben sichtbar Spaß an ihrem Job - wie die gesamte Besatzung, die ausschließlich ehrenamtlich auf dem Schiff arbeitet.

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Dann geht es los, die Anker werden gelichtet und wir legen ab.

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Von der Brücke aus genieße ich die Aussicht, während mir der Ostseewind um die Nase weht.

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Ein letzter Blick zum Hafen, dann geht es hinaus auf die offene See.