Ein regnerischer Tag

Es sieht recht trüb aus an diesem Dienstag und ich bin ausgesprochen faul. Doch einheitliches Grau liegt mir nicht und so begebe ich mich ans Meer, um nach Farben zu suchen.

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Bereits auf dem Weg zum Strand werde ich fündig. Eine dicke Hummel steckt in einer Hagebuttenblüte und ist dabei, diese förmlich aufzufressen. Wohl bekomm´s.

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Unten an der Küste angekommen erwartet mich Gewitterstimmung. Über Stock und Stein setze ich meine Suche fort. Es dauert nicht lange, ...

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... da stolpere ich beinahe über eine kleine Wegwarte, die sich mühevoll ihren Weg aus dem Sand bahnt. Einer alten Sage nach sind die Blüten die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins, das am Wege stand und vergebens auf die Rückkehr ihres Geliebten vom Kreuzzug aus dem Heiligen Land wartete. Daher auch der Name der Blume - Wegwarte. Armes Fräulein ...

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Fast daneben finde ich die violette Blüte einer Flockenblume, welche offensichtlich gerade Besuch hat. Da möchte ich nicht weiter stören.

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Noch ein Burgfräulein am Wegesrand.

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Über der See kehrt langsam Leben ein.

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Für alle Freunde von Bilderrätseln: wer ist hier die Krähe und wer die Möwe?

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Die Sonne startet einen zaghaften Versuch, sich durch die Wolken zu kämpfen und ich klettere über die bunten Steine.

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Die schwarz maskierten Möwen üben sich derweil im Synchronfliegen.

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Der junge Schwan jedoch hat keinen Blick dafür, was über ihm geschieht. Federpflege ist eindeutig wichtiger. Es lohnt sich auch nicht, nach oben zu sehen, denn von dort kommt es gerade ebenso nass, wie es unten schon ist. Als ich daheim ankomme, läuft mir das Wasser in den Kragen hinein und zu den Schuhen wieder hinaus. Ich ziehe es vor, den Regen gegen die Dusche einzutauschen und es mir anschließend gemütlich zu machen. Meine Suche nach Farben jedenfalls war erfolgreich.