Durch Sonne und Eis

Es ist Anfang März, noch ist es kalt, grau und winterlich. Ich besuche heute das Palais im Großen Garten, dessen Räume von Gärtnern und Floristen für kurze Zeit in ein kunstvolles Zauberreich aus duftenden Blumen, Lichtern, Klängen und Farben verwandelt wurden. Als Quelle der Inspiration dienten die Gartenkünste von der Antike über Babylon, das Mittelalter, den Barock und Klassizismus, bis in die Gegenwart. Und natürlich spiegelt sich in allem der älteste Garten der Welt - Eden - das Paradies selbst. So begebe ich mich nun ins Reich der Blumengöttin Flora, jenseits aller Zeit.

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Reizvoll ist das Zusammenspiel der barocken Räume und Skulpturen mit ihren alten Kriegsverletzungen und der unglaublichen Blütenpracht. So schaut der bärtige alte Mann aus Stein heute nicht in einen leeren Raum, sondern auf die sonnengelben Blüten einer prachtvollen Mimose - dem Sinnbild der Unsterblichkeit.

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In feurigem Orange und Gold strahlen die ursprünglich aus Asien stammenden Ranunkeln.

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Die Mimose steht ihnen in nichts nach. In Nepal ist sie ein geheiligter Baum, in dem Götter und Heilige wohnen. Deshalb darf niemand sie fällen.

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Ein Saal ganz in Gelbtönen - der Sonnengarten.

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Den Kontrast dazu bilden die in kühles Licht getauchten weißen Blüten des nächsten Raumes.

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Sonne und Eis.

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Lebendige Blütenpracht neben rohen Sandsteinen.

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Zart und zerbrechlich.

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Leuchtendes Weiß.

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Hell und Dunkel in vollkommener Balance.